Kameradschaft
C. Banck
Wer will mein Kamerade sein?
Der darf nicht feststeh'n auf ein' Bein!
Komm, Glas, ich schlag' den Fuß dir ab,
ich will von heut' an sein dein Stab,
will nimmer von dir lassen!
Mund an und ab, Mund ab und an,
so lang' ich dich noch heben kann!
Nur nimmer leer und stille steh'n,
nur nimmer, nimmer müßig geh'n,
wo's gibt noch volle Flaschen!
Die Flaschen werft zum Tor hinaus,
dass nicht etwa in Hof und Haus
sie zähl' ein nüchtern kluger Mund
und in der Zeitung mache kund,
wie tapfer wir gewesen.
Und wenn die letzte Flasche klingt,
die um die Tür in Scherben springt,
dann seufzen alle Mann für Mann,
wie Alexander einst getan:
Gibt's nichts mehr zu zerstören?