Das unbekannte Land

Berlioz, Hector

Sag', wohin willst du gehen,

Mein liebliches Kind?

Du siehst flattern und wehen

Die Segel dort im Wind.

Ruder von Elfenbein blitzen

Flordecken auf den Sitzen,

Von Gold das Steuer gut;

Ballast ist Apfelsine,

Segel Flügel der Biene,

Den Dienst ein Elfe tut.

Sag', wohin willst du gehen,

Mein liebliches Kind?

Du siehst flattern und wehen

Die Segel dort im Wind.

Willst die Fluten des blauen

Stillen Meeres du schauen,

Nach Java komm' mit mir!

Trägst du an Norweg's Küste

Nach Honigtau Gelüste,

Pflück' ich Schneeblumen dir.

Sag', wohin willst du gehen,

O mein liebliches Kind?

"Führe mich", sprach die Holde,

Auf dem Nachen von Golde

"An der Treue Gestad."

Flögst du gleich den Winden,

Wirst das Land nimmer finden,

Suchst vergebens den Pfad.

Sage, wohin mein Kind?

Das Segel weht im Wind.