In meiner Nächte Sehnen

Brahms

In meiner Nächte Sehnen,

So tief allein,

Mit tausend, tausend Tränen,

Gedenk' ich dein.

Ach, wer dein Antlitz schaute,

Wem dein Gemüt

Die schöne Glut vertraute,

Die es durchglüht,

Wem deine Küsse brannten,

Wem je vor Lust

All seine Sinne schwanden

An deiner Brust -

Wie rasteten in Frieden

Ihm Seel' und Leib,

Wenn er von dir geschieden,

Du göttlich Weib!