Nächtens

Brahms, Johannes

Nächtens wachen auf die irren,

Lügenmächt'gen Spukgestalten,

Welche deinen Sinn verwirren.

Nächtens ist im Blumengarten

Reif gefallen, daß vergebens

Du der Blumen würdest warten.

Nächtens haben Gram und Sorgen

In dein Herz sich eingenistet,

Und auf Tränen blickt der Morgen.