Die verliebte Verzweifelung
C. Bach
Ihr missvergnügten Stunden,
wie groß ist eure Zahl!
So mehrt nur Schmerz und Wunden
und tötet mich einmal!
Ihr aber, zarte Triebe,
kommt, schlaft nur mit mir ein.
Denn dieses, was ich liebe,
wird doch nicht meines sein.
Du Ursprung meiner Plage,
du rührst mich noch zuletzt;
die Wollust junger Tage
hat lange mich ergötzt.
Doch alles wollt ich missen,
mein Herz sucht Grab und Ruh;
o, drückte nur dein Küssen
mein brechend Auge zu.