Wir welken längst wo angelehnt

C. Schneider

Wir welken längst wo angelehnt,

Am grauen Steine einer alten Mauer;

So ausgelöscht und haben uns gesehnt,

Nach einem einzigen Lichtlein in der Weltentrauer.

Wie nie auf einmal standen wir im Glanz,

Und unsere feierlichen Herzen hingegeben,

Verglühten ineinander wie im Tempeltanz.

Was soll ich weiter und auch du mit deinem Leben,

Lichtlosem Dasein, das hell brannte in die Nacht,

Jäh umgebracht -

Mit meinem funkelte noch eben...