Die Rosen
C. Stör
Zwei Röslein, zwei Schwestern,
Die blühen mir zur Zeit,
Das eine heißt Gestern
Das andere heißt Heut.
Sie wachsen all' beide
Am selben Dornenreis,
Zu Lust und zu Leide,
Eins roth, das and're weiß.
Das dritt' unter Decken
Am Reis noch schlummert still,
Mein Gott wird es wecken,
Wohl wie und wann er will.
Welkt Heut auch und Gestern,
Das dritte blüht allzeit,
Die dritte der Schwestern,
Das ist die Ewigkeit.