Führe uns nicht in Versuchung
Cornelius, Peter
Als Du auf Erden, Herr, geweilt,
Hast alle Kranken du geheilt;
Von jedem Weh Erlösung fand,
Wen Du behrührt mit deiner Hand,
Gestreift mit deines Kleides Rand.
Der Blinde sehend vor Dir stund,
Der Stumme that's dem Tauben kund.
Du heiltest Alles, was da wund;
Und zu dem Todten sprach dein Mund:
„Steh' auf und wandle!”
Herr! Meine Seele liegt im Staub,
Ist krank und blind und stumm und taub;
Sprießt auch ein Quell, der Heilung schafft,
Ihn zu erreichen fehlt's an Kraft:
O wär' ich frei aus Sündenhaft,
O dürft' ich schaun Dein Angesicht,
Darum das goldne Himmelslicht
Viel strahlenhelle Glorien flicht,
Und hören, wie Dein Mund mir spricht:
„Steh' auf und wandle!”