Die Mädchen und die Rosen

D. Engel

Die Mädeln und die Rosen

Die sind so schlimm daran!

Die Lüftchen, die da kosen

Ziehn schnelle ihre Bahn.

Und du auch, den ich meine,

Du ließest mich alleine:

Die Mädeln und die Rosen

Die sind so schlimm daran.

Die Vöglein singen munter,

Sie ziehn der Liebe nach,

Geht auch die Waldpracht unter,

Liegt auch die Aue brach.

Denn wenn sie ferne wandern,

Zieht eines mit dem andern:

Die Vöglein singen munter,

Sie ziehn der Liebe nach.

Und gehn die Nachtigallen

Verblühn die Rosen gleich,

Sie welken bin und fallen

Zur Erde still und bleich.

Ach Gott! Seit du gegangen,

Wie bleich sind meine Wangen!

Und gehn die Nachtigallen

Verblühn die Rosen gleich.