Klage
Dvořák, Antonín
Ach wie ist weit, so weit,
was meine Seeligkeit,
ach wie ist weit, so weit,
was mich erfreut!
Was mich beglückte, ihr
Wellen, ihr nahmt es mir,
ach, brächtet ihr
mein Glück wieder zurück!
Schwer dich das Ackern quält,
wenn Roß, wenn Pflug dir fehlt;
Lieb', die nicht 's Herz gebot,
gleicht solcher Not.
Wie solch ein Ackern, ist
Lieb', die nicht kos't, nicht küßt,
Lieb', die nicht küssen lehrt,
Keiner begehrt.
Ach wie ist weit, so weit,
was meine Seeligkeit!
Mich will ein Wittwer frei'n,
mein soll er sein.
Dem sank in's kühle Grab
halb schon sein Herz hinab,
[halb nahm's sein Weib mit sich,
halb hab' es ich.]