Des Schäfers Lied
E. Elgar
Auf dem langen Weg, der stäubet,
Heim die Herde Schafe eilt,
Von der Sommersonn' bestäubet,
Von der Weid', wo sie geweilt,
Ich, dein Schäfer, singe dir:
Der Sommer ist ein' Freude mir.
An das Ufer schlugen schäumend
Weissgekrönte Wellen an;
Ich schwann hinaus, die Nacht träumend,
Als sie sich über's Wasser spann;
Ich, dein Schäfer, singe dir:
Die See ist eine Freude mir.
Auf der blum'gen Bergeshalde,
Wo die Herde schlafend lag,
Fand ich bei dem Saum vom Walde
Rote Rosen an dem Hag;
Ich, dein Schäfer, singe dir:
Wie rot die Rosen leuchten mir.
Nach der trauten Hütte wendet
Sich der Weg, so lang und weiss,
Tag und Arbeit sind vollendet,
Bald naht sich der Schlummer leis',
Ich, dein Schäfer, singe dir:
In dem Traume träume, träum' von mir,
In dem Traume träume, träum' von mir.