Frühlingswonne
F. Abt
Der Frühling strahlt durch Feld und Au,
die Luft ist so warm und der Himmel so blau;
die Vöglein singen in Feld und Hain:
o mögt es doch immer so wonig sein!
Mai-blumen blühen am klaren Quell
und spiegeln sich frei in der silbernen Well,
sie nicken und blacken so freundlich hinein:
O mögt es doch immer so wonig sein!
Einsam versteckt im grünen Moos,
vom Thau benetzt in der Mutter Schooss,
da duften die Veilchen im Sonnenschein:
O mögt es doch immer so wonig sein!
Der Käfer schwirret im Sonnenstrahl;
es gleichet die Flur einem lustigen Saal;
drin spielen die Kinder in munteren Reih'n:
O mögt es doch immer so wonig sein!