Wie die Sonn' am Himmelsbogen
F. Fröhlich
Wie die Sonn' am Himmelsbogen frei und froh,
Wie der Fisch in Meereswogen frei und froh,
Wie die Ceder in den Lüften frisch und frei,
Fühlt sich dir mein Herz gewogen, frei und froh.
Durch dich hab' ich mich entschwungen niedrem Staub,
Mich der Erde Joch entzogen frei und froh.
Gleich dem Aar ist meine Seele, lustbeschwingt,
Dir, o Sonne! zugeflogen, frei und froh.
Deine Lieb' hat neue Saiten, reich an Klang,
Auf mein Harfenspiel gezogen, frei und froh.
Wenn du mild in meine Thränen lächelst, blüht
Des Gefühles Regenbogen, frei und froh.
Du, o Paradiesesrose! hast allein
Reinen Frühlingsthau gesogen, frei und froh.
Du allein, o Sproß der Freude! hast den Gram
Um sein Recht an's Herz betrogen, frei und froh.
Frei und froh hast du die Ketten mir gestrickt,
Und mein Herz ist, kettumzogen, frei und froh.
Dir im hellen Blick nur spähen ihr Geschick
Meiner Wünsche Astrologen, frei und froh.