Wenn Graun der Nacht

F. Himmel

Wenn Graun der Nacht an meinem Pfade lauscht:

Dann leuchte du herab aus deines Lichtes Fülle!

Erhebe mich, wenn laut das Leben mich umrauscht,

Zur Ruhe deiner Geisterstille!

Geheim entlaubt die dunkle Hand den Wald;

Und Schweigen ruht um längst versunkne Trümmer;

Du trittst hervor in deinem leisen Schimmer,

Wie eine rettende Gestalt.

Du winkst, wenn mir die letzte Thrän' entfließet,

Mich zur Vergötterung hinauf.

Ein Mensch, ein müder Pilger schließet,

Ein Gott beginnet seinen Lauf!