Sieh mich nicht mehr voll Wehmut an

F. Kücken

Sieh mich nicht mehr voll Wehmut an,

du Aug', das einst mir wohlgetan.

O schone mein, dein milder Blick

ruft mich nicht mehr zurück!

Du sprachst so kalt, es müsse sein;

so trag' ich denn mein Leid allein.

Du lässt es ruhig ja gescheh'n,

auf Nimmerwiederseh'n!

Ich wand're fort ins fremde Land,

schon wend' ich mich; gib mir die Hand.

[Erst wenn uns trennen Berg und Au'n,

will ich zurück noch schau'n.]

So leb denn wohl, und denkst du mein,

verkünd' es mir ein Lüftelein,

das mag vom Aug' die Träne weh'n.

Leb wohl! Nun lass mich geh'n!