In den Sternen
F. Mottl
Einsam las ich oft da droben,
wenn das Sternheer stille kreiste,
und der eig'nen Lebensbahnen
dacht' ich dann im dunklen Geiste.
Vieles tat ich, aber Eines
tat ich, was ich nie verschmerze:
Dass ich deiner konnt' vergessen,
da mich lieb gehabt dein Herze.
Dass ich's nicht erkennen wollte,
von den Qualen, von den bösen
Geistern einer wilden Seele
kann die Liebe nur erlösen!
Und doch strahlte mir dein Auge
wie ein letzter Strahl der Gnade;
also las ich in den Sternen,
nun sind sternlos meine Pfade!