Ritters Abschied
F. Silcher
Weh, dass wir scheiden müssen,
Lass dich noch einmal küssen;
Ich muss an Kaisers Seiten
Ins falsche Welschland reiten:
Fahr wohl, fahr wohl, mein armes Lieb!
Ich werd auf Maienauen
Dich niemals wieder schauen,
Der Feinde grimm'ge Scharen
Sind kommen angefahren:
Fahr wohl, fahr wohl, mein armes Lieb!
Ich denk an dich mit Sehnen,
Gedenk an mich mit Tränen;
Wenn meine Augen brechen,
Will ich zuletzt noch sprechen:
Fahr wohl, fahr wohl, mein armes Lieb!