Wie wogt deine Brust, o Harold

F. Weingartner

Wie wogt deine Brust, o Harold!

Bleich sind deine Lippen,

Starr blickt dein Auge

Auf die zierlichen Worte,

Die schön Ella schrieb:

Vergiß mich, Harold,

War doch ein Traum

Unsere Liebe nur!

Was suchst du

Im glänzenden Marmorsal sic?

Siehe, nicht bin ich das Kind mehr,

Mit dem du spieltest,

Bin in der fernen Stadt

Fremd dir geworden--

Vergiß mich, Harold!--

Zitternd sinkst du zusammen

Durchwachst die Nacht,

Die endlos lange Nacht

Stönend sic auf deinem Lager;--

Trocken brennen die Augen,

Keine Träne

Lindert die Qualen

Deiner gefolterten Brust.--

Endlich dämmert das Frühlicht.

Immer noch stützet Harold

Das fiebernde Haupt

Auf die zitternde Hand -- --

Sein zerschmettertes Glück.

Starrt ihm entgegen.