Kindheit (Fragment)

T. Schubert

Was leise gehet unter Herbstesbäumen

Am grünen Fluß, darüber Möven gleiten --

Es fällt das Laub; Einfalt dunkeler Zeiten.

's ist Gottes Ruh. Die Abendschatten säumen

Ein schwarzer Vogel singt in Herbstesbäumen.

Ein Händefalten müde und einträchtig

Am Abend folgen ihren Vogelzeichen

Die Augen, ehe sie dem Schlummer weichen --

Erinnerung des Knaben sanft und schmächtig.

Ein schwarzer Vogel singt in Herbstesbäumen

Den Frieden dieser Tage süß und mächtig

Auch will die Seele stille sich bereiten.