Rezitativ und Quartett mit Chor
Schubert, Franz
Die Sonne sticht. Ein Garten lacht uns an,
Der vor der Glut uns schützen kann;
Ihn schuf ein edler Mann
Nach seinem eignen Plan,
Und läßt, wer will, sich drin erquicken.
Darf man darin gleich keine Früchte pflücken,
Verdienet er nicht unsern Dank?
Allein der Sommer währt nicht lang,
Und höher ist der noch zu schätzen,
An dessen Frucht, auch auf der Winterbank,
Sich die Armen noch letzen.
Vater unter Seraphsreih'n
Blick' mit Huld auf den herab,
Der Entstehung und Gedeihen
Unsrem Institute gab!
Laß sein Bild den Folgezeiten
Schöner Taten Zunder sein,
Und ein Horn von Seligkeiten
Auf betrübte Witwen streun.
Sprich, Allmächtiger, dein Amen,
Laß des Stifters Vaternamen
Jeder Witwe heilig sein,
Und ihr Beten am Altare
Lang auf seine Silberhaare
Jugendkraft und Frohsinn streun!