Zal

G. Bantock

In dem stillen Rosengarten

schon die Abendschatten sinken,

sehnend lehnt an seinem Fenster

dort mit dunklem Aug' das Mädchen,

schön wie Mondes Silberklarheit.

Dort, die Abendkühl' zu athmen,

streift der Held, der kühne Sieger,

Zal, des mächt'gen Simurg Liebling,

jenes wunderreichen Vogels,

der da wohnt auf rauhem Berge.

Süss und lieblich singt das Mädchen;

seine Heldenbrust erbebet.

Glühend ihre Wang' gleich Tulpen,

lang und dunkel die Gewänder

wallen hin wie Meereswogen.

Sehnend, bebend wirft sie nieder

der Gewänder duft'ge Fülle,

bindet fest sie, bindet sicher;

leicht schwingt er sich auf zum Fenster,

springt hinein und küsst das Mädchen