Wohlauf in's neue Leben

G. Henschel

Wohlauf ins neue Leben

Gewandert und gezogen,

Wie Wolken rosig schweben,

Wie rauschend geh'n die Wogen,

Wie Aar und Lerche fliegt.

Wohlauf in fremde Fernen,

Im Flug von Ort zu Ort!

Weit von der Heimath Sternen,

Der Heimatn Rosen fort!

Ade ihr Stern' und Rosen,

Ihr glüht und blüht so minnig!

Das war ein süßes Kosen,

Euch liebt ich wie so innig,

Ihr locktet Herz und Sinn!

Das macht mir bleich die Wangen,

Macht mir das Herz so voll,

Daß ich dies süße Prangen

Nun nimmer sehen soll!

Doch -- üb'rall grün und blühend

Umgibt den Fuß die Erde,

Und üb'rall sternenglühend

Wie ob dem Heimathherde

Wölbt blau der Himmel sich!

Und bleibt nur in der Ferne

Das Herz sich selber treu,

Glüh'n ihm die alten Sterne,

Die alten Rosen neu!