Hochzeit
G. Rauchenecker
Zu diesem Reigen reiche mir die Hand,
Deß Weise soll mir nie ersterben,
Sie war es, deren schmeichelnd Werben
Mit Liebesfesseln uns zuerst umwand.
Und wieder ist dein Blick zur Erd' gesenkt
Und wieder brennen deine Wangen,
Und zagst, in scheuer Furcht befangen,
O Kind, mein Weib, Dich hat mir Gott geschenkt.
Vor seinem Antlitz hast du heut bekannt,
Daß du dich mir in Lieb ergeben,
Mit deine Seele, deinen Leib, dein Leben...
Zu diesem Reigen reiche mir die Hand.