König Kophetùa

H. Bijvanck

König Kophetua hob seine goldene Krone

Von den goldenen Locken und schwieg.

Auf sein Schwert gestützt ging er und stieg

Über die steilen Stufen, und ohne

Sich umzusehn, ließ er die staunende Schar.

Oben saß in mondlichtschimmernder Blässe

Eine Bettlerin, in den Mantel der dichten

Haare gehüllt. Ein großes Verzichten

Lag in ihrer Augen blinkender Nässe.

Und so träumte sie, jeglichen Schmuckes bar.

König Kophetua legte die goldene Krone

Über die eisengerüsteten Knie und harrte

Auf einer der Stufen, bis ihn die traurige, zarte

Magd erblicke, flehentlich, ohne

Sich umzusehn, wo sein Gefolge war …