Der Wind ruht in den Ästen

H. Bischoff

Der Wind ruht in den Ästen,

Und schaukelt sich müde nur,

Es klingt wie von fernen Festen

Eines Liedes schwindende Spur.

Mein Glück ist schlafen gangen,

Und lacht nur halb im Traum

Mit schönen, schmalen Wangen

Und schönen Lippen kaum.

Meine Liebe legt sich nieder

In meines Liedes Schoß

Und dehnt ihre feinen Glieder

Und machet die Augen groß.

Der Verse leichte Zügel

Fallen mir aus der Hand,

Mein Lied lenkt seine Flügel

In ein grünes Schlummerland.