Nachtgang

H. Bischoff

Es nachtet schon, die Straße ruht,

Seitab treibt mit verschlafenen Schlägen

Der Strom mit seiner trägen Flut

Der stummen Finsternis entgegen.

Er rauscht in seinem tiefen Bett

So wegverdrossen, rauh und schwer,

Als ob er Lust zu ruhen hätt,

Und ich bin wohl so müd wie er.

Das ist durch Nacht und fremdes Land

Ein traurig Miteinanderziehn,

Ein Wandern stumm und unverwandt

Zu zwein, und keiner weiß wohin.