Das begrabene Vöglein

H. Esser

Hier, wo das schwarze Kreuzlein steht,

Da ruht ein junges Vögelein;

Heut hat's der Wind vom Baum geweht,

Weil es noch war so schwach und klein.

Nun schweiget still das Kehlchen,

Ruh' sanft, du liebes Seelchen!

Wir gruben ihm dieß stille Grab,

Damit es sanfte Ruhe hab',

Die Blättlein decken's allzuhauf

Wir stecken Blümlein auch darauf.

Nun schweiget still das Kehlchen,

Ruf' sanft, du liebes Seelchen!