An den Mond
H. Esser
Wie blickst du hell und rein,
O Mond, zur Welt hinein!
Ob Wolken dich necken,
Dich wollen bedecken,
Du blickst doch hell und rein
Zur weiten Welt hinein.
Du hast schon manche Nacht,
O Mond, bei mir gewacht;
Mein Klagen gemindert,
Mein Leiden gelindert,
Hast mild mich angelacht,
Hast fröhlich mich gemacht.
O du des Friedens Bild,
O Mond, so hell und mild!
Wie dort auf die Welle
Der silbernen Quelle,
Blick in mein Herz hinein
Mit deinem milden Schein!