Morgenlied

H. Esser

Die Sterne sind erblichen

mit ihrem güldnen Schein,

bald ist die Nacht entwichen

der Morgen dringt herein.

Noch waltet tiefes Schweigen

im Tal und überall.

Auf frischbetauten Zweigen

singt nur die Nachtigall.

Sie singet Lob und Ehre

dem hohen Herrn der Welt,

der über'm Land und Meere

die Hand des Segens hält.

Er hat die Nacht vertrieben

ihr Kindlein fürchtet nichts,

stets kommt zu seinen Lieben

der Vater alles Lichts.