Wie ein krankes Kindlein wieg' ich mein Herz

H. Hermann

Wie ein krankes Kindlein

Wieg' ich mein Herz.

Die weichsten Windlein

Machen ihm Schmerz.

Schlaflieder viele

Summt ich Tag und Nacht.

Kein Schmeicheln, keine Spiele

Haben's stille gemacht.

Nun hab' ich am Ende

Mit Lächeln eingesehn,

Daß keine Männerhände

Sich auf's Wiegen verstehn.

Erbarm' dich, erbarme

Meine Liebste, du!

Deine weichen Arme

Wiegen's in Ruh.