Abschied

H. Huber

Hoch auf des Berges Gipfel,

Da steht meiner Liebsten Haus,

Das schaut über Waldeswipfel

In alle Welt hinaus.

Das ist so öd' und traurig,

Die Fenster blicken so hohl;

Die alte Linde, schaurig.

Flüstert: Lebwohl, lebwohl!

Einst sah ich mein Lieb' wie die Sonne

Ob all den Tälern steh'n,

Da konnte mein Herz vor Wonne

Sein Glück nicht übersehn.

Und jetzt, so weit ich schaue,

Hinaus in's Abendlicht

Über alle die tausend Gaue --

Überschau' ich mein Elend nicht.