Walzer
H. Huber
Die Füße zerrissen, verloren die Schuh,
ich folge dem Lieb ohne Rast und Ruh;
der Regen, der Hagel, der Sturm und der Schnee,
sie tun der treuen Liebe nicht weh!
Mein Schatz ist ein frisches, ein junges Blut,
nichts weiß ich auf Erden so hold und so gut,
ihr Wort ist gar süß, ihr Blick ist voll Glut,
sie ist das Verlies, da mein Herze drin ruht.
Ich liebe dich, Süße, und finde nicht Rast,
der Nachtigall gleich auf dem Hagedornast:
Sie schlummert, da sticht sie der Dorn, sie erwacht:
Da steigt sie zum Wipfel und singt durch die Nacht.
Oft bin ich der Nachtigall gleich und oft
der armen Seel', die Erlösung hofft;
kein Herz hat gelitten so viele Pein
um dich, mein Lieb, erbarme dich mein!