Fitne's Klage

Marschner, Heinrich

Und weckt nicht meines Herzens Sehnen,

Und wärmt nicht meiner Liebe Gluth,

Ruft meine Klage nicht, mein Stöhnen

In's Leben dein erstarrtes Blut?

Ich presse dich mit starken Armen

An meine schmerzdurchwühlte Brust;

An meinem Hauch sollst du erwarmen,

Erglühn zu neuer Lebenslust.

Und fest hält Fitne dich umschlungen,

Bis wieder sie dein Arm umschlingt,

Bis, von der Liebe Gluth durchdrungen,

Sie glühend Kuß auf Kuß durchdringt.

O du, mein Herzblut, du mein Leben,

Du süßer trautester Gemahl,

Fühlst du nicht Fitne's Brust erbeben?--

Weh mir, wo endet meine Quaal?