Es schauen die Ruinen

Marschner, Heinrich

Es schauen die Ruinen

Stumm in den Strom hinein.

Es rauschet unter ihnen

Der alte, heil'ge Rhein.

Es schlingt um sie die Sage

Ihr grünes Epheublatt

Sie künden alte Tage,

Die Sturm vernichtet hat.

Vom Rechte der Tyrannen,

Von Fäusten die verdorrt,

Trägt frei der Strom von dannen

Ein sagenhaftes Wort.

Ich schau' im Geist die prächt'ge

Vergang'ne Herrlichkeit;

Und schau' und fühl' die mächt'ge,

Gewalt'ge neue Zeit.