Es treibt mich hinaus

Marschner, Heinrich

Es treibt mich hinaus, hinaus,

Zu enge wird Stub' und Haus,

Ich muß hinunter, den Garten befragen,

Wie es so wundersam geschieht,

Daß es in diesen sonnigen Tagen

Gewaltig mich treibt und lockt und zieht

Hinaus, hinaus!

Ach, aber die Knospen sind stumm,

Ich frage vergebens: warum, warum?

Ich kann ihre Antwort nimmer erwarten,

Bei Blüthen und Knospen wird mir so eng,

Ich muß hinaus aus dem schweigenden Garten

Hinaus in's sprossende, freie Gedräng,

Hinaus, hinaus!

Da steh' ich im grünenden Wald,

Es duftet und singet und schallt,

Und mir ist zu Muthe noch immer,

Als säß' ich gefangen, geängstigt zu Haus

Auf meinem dunklen, schweigenden Zimmer.

Ich möchte noch immer hinaus, hinaus,

Hinaus, aus der singenden Welt hinaus!