"Herbst"

H. Marteau

Gebräuntes Gold hängt an den Bäumen

Leuchtend wie fürstlich Geschmied

letzte Sonne schwebt über den Träumen

lächelnd im Abschiedsleid.

Herbstes Nebel flatternd umkleiden

der Blumen bunte Glut

Leise sinken sie dann im Scheiden

dahin wo es wunschlos sich ruht.

Wenn meinem Herzen schwinden sollte

der Liebestrahlender Pein

Mit all den Blumen ich schlafen wollte

träumen von Sonnenschein.

Dankbar noch das mir war gegeben

der süssesten Blume Duft

Deren Licht einen Schein von Leben

noch wirft in die dunkelste Gruft.