Träume

H. Marteau

Wirre Träume die mich so gequälet

die die Seele halten heiss umfangen

lasst mich los.

Die liebe Morgensonne hat ja

längst zu scheinen angefangen.

Lasst mich los!

Seid endlich doch zufrieden

Krallet nicht so fest

Euch in mein Herze

Habt die holde Hoffnung ja besieget

die mir sonst getreu im tiefsten Schmerze

Lasst mich los!

Bei hellem lichtem Tage Nachtgesindel

schliesst ihr scheu die Augen,

die ganz ungewohnt der Gottes Sonne

nur zu grauenvollem dunkel taugen.

Lasst mich los.

Hört ihr das süsse Lachen

das von nebenan herüber klingt.

Komm mein Liebling das dein sonnig

Auge all das Grauen dieser Nacht bezwingt.