An Lina
H. Riehle
Lina Engel mit dem schönen Thränen,
Die einst meine Seele lieb gewann,
Dein gedenk' ich mit des Jünglings Sehnen,
Seit der sel'ge Augenblick verrann.
Denke dein, wenn je in blauen Augen
Eine Thräne für die Menschheit schwimmt,
Wenn herauf die Sterne Gottes tauchen,
Ihren stillen Trost die Welt vernimmt.
Nimm', o Ferne, dieses Liebeszeichen,
Das dir selige Erinn'rung beut,
Und bis sich des Sängers Sterne neigen,
Sei dir, Holde, Gruß und Lied geweiht.