Der selige Abend

H. Riehle

Kennst du wohl das liebe Mädchen

Mit der blonden Locken fülle

Mit der Anmuth Seelenstille

Und der Thrän' im Auge frei?

Sieh sie an mein Herz sich schmiegen,

Wenn die Sterne Gottes leuchten,

Und von meinem Arm sie wiegen,

Daß ihr Traum ein Himmel sei.

Und sie träumt ihr schönes Leben,

Trät der Zukunft goldne Tage,

Daß ich Glücklicher nicht wage

Aufzuschwellen meine Brust,

Daß ihr Traum sie nicht betrübe,

Stern der Liebe, sei mir Zeuge,

Aber mit dem Kuß der Liebe

Weih' ich sie zu neuer Lust.