Vergissmeinnicht
H. Schulz-Beuthen
Vergißmeinnicht, das blaue,
Schlägt fromm sein Auge auf,
Und blickt von Feld und Aue
So treu zu mir herauf.
Ich schau' hinab so traurig,
Es blüht so schön, so jung,
Und durch die Seele schaurig
Zieht mir Erinnerung.
Bald sah ich Thränen haugen
Ein unschuldvollen Blick,
Weiß nicht, ward zugegangen,
Dahin war all sein Glück.
Ich fand es welk am Morgen,
Verglommen war ein Licht:
Mein Herz nur wahr's verborgen
Ein blau's Vergißmeinnicht.