Oktober 1944

J. Frandsen

Leidenschaftlich strömt der Regen,

Schluchzend wirft er sich ins Land,

Bäche gurgeln in den Wegen

Überfülltem See entgegen,

Der noch jüngst so gläsern stand.

Daß wir einmal fröhlich waren

Und die Welt uns selig schien,

War ein Traum. In grauen Haaren

Stehn wir herbstlich und erfahren,

Leiden Krieg und hassen ihn.

Kahlgefegt und ohne Flitter

Liegt die Welt, die einst gelacht;

Durch entlaubter Äste Gitter

Blickt der Winter todesbitter,

Und es greift nach uns die Nacht.