Du Geist der Wolke

J. Kolb

Du Geist der Wolke, trüb' und schwer,

Fliegst drohend über Land und Meer.

Dein grauer Schleier deckt im Nu

Des Himmels klares Auge zu,

Dein Nebel wallt herauf von fern

Und Nacht verhüllt der Liebe Stern:

Du Geist der Wolke, trüb' und feucht,

Was hast Du all' mein Glück verscheucht,

Was rufst Du Thränen ins Gesicht,

Und Schatten in der Seele Licht?

O wende, wende Deinen Lauf, --

Im Thale blüht der Frühling auf!