Gib dich dahin in Gottes Sinn
J. Lang
Gieb dich dahin
In Gottes Sinn,
Laß Alles andre schwinden;
Schreit' immer zu
In dieser Ruh,
Dann wirst du überwinden!
Sei sanft und still,
Hör, was Er will,
Fall ihm nicht in die Rede:
So wird dein Muth
Gar frisch und gut,
Und aus ist Kampf und Fehde.
Die Welt so schön,
Sie muß vergehn,
Ich kann sie drum nicht schelten;
Was soll denn sie
Die Sorg und Müh
Und unsre Noth entgelten?
Sie hält auch Freud
Genug bereit,
Den Wandrer zu erquicken;
Nur mußt du dich
Auch sänftiglich
In ihre Dornen schicken!
Das Ungemach
Hält frisch und wach,
Das Heil nicht zu versäumen;
Das eitle Herz
Ohn Sorg' und Schmerz
Würd es gar bald verträumen.
So geht die Zeit
Zur Ewigkeit
Gehorsam in die Lehre,
Und Alles führt
Wie sichs gebührt,
Zu Gottes Preis und Ehre.