Der Ungetreuen

J. Raff

Die Sonne strahlt

Auf Wald und Feld;

Es treibt mich fort

In die weite Welt.

Ade!

Das Auge weint,

Es schweigt der Mund.

Das Herz so weh',

Die Brust so wund.

Ade!

Wohl blieb' ich gern

An diesem Ort;

Doch Du, mein Lieb,

Du treibst mich fort.

Ade!

Du hast Deine Sinn

Von mir gewandt,

D'rum muß ich hin

In's fremde Land,

Ade!

Doch mag ich zieh'n

So lang, so weit,

Dein liebes Bild

Ist mein Geleit.

Ade!

Du brachst den Schwur;

Ich halt' ihn fest.

Von seiner Treu'

Mein Herz nicht läßt.

Und kehr' ich nie

Zurück zu Dir,

Im Tod noch steh'st

Vor'm Blick Du mir!

Ade!