Der Sommer

J. Schelb

Mit Sonnenglut und Mondesschimmer,

Mit Strömen, aufgeregt vom kühlen Bad;

Am Abend schön und mit gedämpftem Sehnen

Ist, Freundin, die Sommerzeit genaht.

Ein wasserkühles, flimmerndes Gewölbe,

Die Nächte glänzend mit des Mondes Schein,

Juwelen sind bereit und feuchter Sandel,

Dem Menschen ihren Liebesdienst zu weihn.

Im herrlich duftendem Gemache laben

Sich nun die Liebenden um Mitternacht

Am Weine, kräuselnd von der Gattin Odem,

Wenn Sang und Spiel die Sehnsucht angefacht.