Ich will ihn preisen

J. Schelb

Ich will ihn preisen. Wie vor einem Heere

die Hörner gehen, will ich gehn und schrein.

Mein Blut soll lauter rauschen denn die Meere,

mein Wort soll süß sein, dass man sein begehre,

und doch nicht irre machen wie der Wein.

Und in den Frühlingsnächten, wenn nicht viele

geblieben sind um meine Lagerstatt,

dann will ich blühn in meinem Saitenspiele

so leise wie die nördlichen Aprile,

die spät und ängstlich sind um jedes Blatt.

Denn meine Stimme wuchs nach zweien Seiten

und ist ein Duften worden und ein Schrein:

die eine will den Fernen vorbereiten,

die andere muss meiner Einsamkeiten

Gesicht und Seligkeit und Engel sein.