Oben, geräuschlos (Hommage)

J. Vriend

Oben, geräuschlos, die

Fahrenden: Geier und Stern.

Unten, nach allem, wir,

zehn an der Zahl, das Sandvolk. Die Zeit,

wie denn auch nicht, sie hat

auch für uns eine Stunde, hier,

in der Sandstadt.

(Erzähl von den Brunnen, erzähl

von Brunnenkranz, Brunnenrad, von

Brunnenstuben – erzähl.

Zähl und erzähl, die Uhr,

auch diese, läuft ab.

Wasser: welch

ein Wort. Wir verstehen dich, Leben.)

Der Fremde, ungebeten, woher,

der Gast.

Sein triefendes Kleid.

Sein triefendes Auge.

(Erzähl uns von Brunnen, von –

Zähl und erzähl.

Wasser: welch

ein Wort.)

Sein Kleid-und-Auge, er steht,

wie wir, voller Nacht, er bekundet

Einsicht, er zählt jetzt,

wie wir, bis zehn

und nicht weiter.

Oben, die

Fahrenden

Bleiben

unhörbar.