Meinem Bruder

J. Wetzel

Wenn wir jetzt die Heimat wieder sehen,

Gehen wir bezaubert durch die Stuben,

Bleiben lang im alten Garten stehen,

Wo wir einst gespielt als wilde Buben.

Und von jenen Herrlichkeiten allen,

Die wir draußen in der Welt erbeutet,

Will uns keine freun mehr und gefallen,

Wenn daheim die Kirchenglocke läutet.

Stille gehen wir die alten Wege

Durch das grüne Land der Kindertage,

Und sie werden uns im Herzen rege,

Fremd und groß wie eine schöne Sage.

Ach, und alles, was auf uns mag warten,

Wird den reinen Glanz doch nicht mehr haben

Wie vorzeiten, da wir noch als Knaben

Falter fingen, jeder Tag im Garten.