Heimkehr

K. Weigl

Sieh, aus fernem Land, das mich gastlich hegte,

Mancher Freude Kranz meinen Locken umwand,

Kehr' ich wieder, küsse dich niederknieend,

Heimische Erde!

Nie vergaß ich deiner, die mich verstoßen

Und des Kleides Saum, eine rauhe Mutter,

Aus den bang umklammernden Händen losriẞ --

Kennst du mich wieder?

Keinen Lorbeer pflückt' ich in fernen Hainen,

Keinem Schacht enthub ich des edlen Goldes

Kargergossnen Strom, dich mit froh erkämpfter

Gabe zu grüßen.

Nichts bring' ich dir mit, als der Thränen Opfer

Und was von mir selbst noch die Sehnsucht sparte.

Öffne deinen Schooß, um die arme Spende,

Mich, zu empfangen!