Denkst du des kühnen Flugs der Nacht

Weill, Kurt

Denkst du des kühnen Flugs der Nacht,

da du als Beute heimgebracht

den Mond mitsamt der Sternlein Pracht?

Sie schmückten nur mein Angesicht,

umschlossen mich so warm, so dicht,

ja zu mir eilt des Himmels Heer,

daß reichen Schmuck es mir bescher.

Wenn ich im Zwielicht dich umschließe

und saug an deiner Lippen Süße,

bist mein, bist mein, dich jubelnd grüße.

Bist mein, bist mein, ich lass' dich nicht,

ruhst einzig mir am Herzen dicht.

Dich gab mir Gott zur Lust, zur Ehr,

bist mein, bist mein, bist mein,

wie lieb ich dich so sehr!